Wer auf tierische Fette verzichten will oder muss, findet in Cannabis-Olivenöl eine smarte Alternative zur klassischen Cannabutter. Ob im Salat, für Saucen oder als Basis für Hautpflege – Olivenöl als Träger ist nicht nur vegan, sondern überzeugt auch geschmacklich und gesundheitlich.
Warum Olivenöl statt Butter?
- Pflanzliche Fette: Olivenöl ist reich an einfach ungesättigten Fettsäuren.
- Rein vegan: Kommt gänzlich ohne tierische Produkte aus.
- Lange haltbar: Korrekt gelagert hält es sich bis zu sechs Monate.
- Flexibel einsetzbar: Eignet sich auch zur Herstellung von Cremes und Salben.
Zutaten
- 250 ml hochwertiges Olivenöl (extra vergine)
- 7–10 g decarboxyliertes Cannabis
Zubereitung
Schritt 1: Decarboxylierung
Dieser Schritt ist unerlässlich, um die Cannabinoide zu aktivieren. Heize dafür den Ofen auf 110 °C vor und backe das zerkleinerte Cannabis für etwa 40 Minuten, bis es eine goldbraune Farbe annimmt und sich trocken anfühlt. Eine ausführliche Erklärung des Prozesses findest Du in unserem Grundrezept für Cannabutter.
Cannabis auf Rezept?
Vergleiche Telemedizin-Anbieter und starte noch heute mit deiner Cannabis-Therapie — einfach, legal und von zu Hause.
Jetzt Patient werden →Schritt 2: Infusion im Wasserbad
- Gib das Olivenöl zusammen mit dem decarboxylierten Cannabis in ein hitzebeständiges Einmachglas.
- Stelle das Glas in einen Topf und fülle so viel Wasser ein, dass das Öl-Cannabis-Gemisch vom Wasser umgeben ist.
- Erhitze das Wasserbad langsam auf eine Temperatur zwischen 70 und 80 °C. Lass die Mischung für zwei bis drei Stunden bei konstanter Temperatur ziehen.
- Rühre gelegentlich um und behalte die Temperatur mit einem Thermometer im Blick, damit das Öl nicht zu heiß wird.
Schritt 3: Filtern
- Seihe das noch warme Öl durch ein feines Metallsieb oder ein Käsetuch direkt in eine dunkle, saubere Flasche ab.
- Drücke das restliche Pflanzenmaterial vorsichtig aus, um kein wertvolles Öl zu verschwenden.
- Lass das fertige Cannabis-Olivenöl vor dem Verschließen vollständig abkühlen.
Alternative: Slow Cooker-Methode
Wer einen Slow Cooker besitzt, kann sich die Arbeit erleichtern. Gib Öl und Cannabis direkt in den Topf und lass ihn auf der niedrigsten Stufe für vier bis sechs Stunden ziehen. Der Vorteil: Die Temperatur bleibt konstant niedrig, eine Überhitzung ist quasi ausgeschlossen.
Dosierung: Langsam herantasten
- Ein Rechenbeispiel: Bei 7 g Cannabis mit 20 % THC-Gehalt auf 250 ml Öl enthält jeder Esslöffel (ca. 15 ml) rund 56 mg THC.
- Anfängern wird geraten, mit einer sehr kleinen Menge zu beginnen – etwa einem halben Teelöffel (ca. 9 mg THC) – und die Wirkung abzuwarten.
- Der Effekt setzt in der Regel nach 45 bis 120 Minuten ein. Sei geduldig und lege nicht zu früh nach.
Verwendungsmöglichkeiten
- Salatdressing: Mit Balsamico, Senf und Kräutern zu einer Vinaigrette verrühren.
- Pasta: Als potente Basis für eine schnelle Pasta-Sauce oder pur über Nudeln geträufelt.
- Dips: Ein Schuss Öl verleiht Hummus oder Baba Ghanoush eine besondere Note.
- Brot: Pur mit etwas grobem Meersalz und frischem Ciabatta ein simpler Genuss.
- Äußerlich: Als Grundlage für selbstgemachte Cannabis-Salben.
Lagerung
- In einer dunklen Glasflasche aufbewahren, um das Öl vor Licht zu schützen.
- Kühl und dunkel gelagert, ist es bis zu sechs Monate haltbar.
- Im Kühlschrank kann Olivenöl fest werden. Das ist ein Qualitätsmerkmal und beeinträchtigt die Wirkung nicht.
Woher man Cannabis legal beziehen kann, ist eine komplexe Frage. Unser Guide zu legalen Bezugswegen schafft Klarheit. Wer Cannabis aus medizinischen Gründen nutzen möchte, findet bei uns alle Informationen zum Weg als Patient zum Rezept.
Edibles-Dosierungsrechner
Schätze die THC-Menge pro Portion bei selbstgemachten Edibles.


