Cannabis & Celebrities: Diese Promis stehen dazu
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    11 Min. Lesezeit

    Cannabis & Celebrities: Diese Promis stehen dazu

    Redaktion
    ·12. Mai 2026

    Cannabis ist längst aus der Schmuddelecke heraus — und Prominente helfen dabei kräftig mit. Manche reden offen über den abendlichen Joint statt Wein, andere nutzen Cannabisblüten und CBD ganz nüchtern als Medizin gegen Schmerzen oder Schlafstörungen. Ein dritter Block investiert: Fußball-Weltmeister, Hollywood-Schauspielerinnen und Wellness-Ikonen stecken ihr Geld in Cannabis-Startups. Wir haben uns angesehen, wer im deutschsprachigen Raum aus der Reihe tanzt — und was international längst Normalität ist.

    Überblick auf einen Blick

    Name Region Art des Outings / Investments Relevante Themen
    Howard Carpendale DACH Öffentliches Outing (Podcast Hotel Matze) Genuss statt Alkohol, Schmerz nach OPs, Generation 60+
    Klaas Heufer-Umlauf DACH TV-Format „Experte für alles" (Joyn) Apotheke vs. Schwarzmarkt, Qualität, Aufklärung
    André Schürrle & Mario Götze DACH Investment in Sanity Group Medizinalcannabis, Sport & Regeneration, Startup-Markt
    Wotan Wilke Möhring DACH Öffentliches Outing, Golden Leaf Gala 2024 Entstigmatisierung, Erziehung, Akzeptanz
    Vanessa Mai DACH Auftritt auf Golden Leaf Gala 2024 Akzeptanz Medizinalcannabis im Mainstream
    Sido DACH Öffentliches Outing, Talk mit Karl Lauterbach Politische Debatte, Legalisierung
    Frank Thelen DACH Politisches Statement (Bunte) Edibles, Wirtschaftsargument für Legalisierung
    Whoopi Goldberg USA Marke „Whoopi & Maya" (gegründet 2016) Glaukom, Menstruationsschmerzen, Frauen-Gesundheit
    Gwyneth Paltrow USA Goop-Inhalte, Investment in Cann (2020) Wellness, CBD, Cannabis-Drinks, PMS
    Morgan Freeman USA Öffentliches Statement (BBC, TIME) Fibromyalgie, chronischer Schmerz, Legalisierung
    Melissa Etheridge USA CNN-Interviews, eigene Cannabis-Linie Brustkrebs, Chemotherapie-Begleitung
    Woody Harrelson USA Dispensary „The Woods" (West Hollywood) Concept-Store, Lifestyle-Retail
    Snoop Dogg USA Marke „Leafs by Snoop", Fonds Casa Verde Capital Pop-Kultur, Venture Capital
    Seth Rogen USA / Kanada Marke Houseplant Design-Lifestyle, Cannabis als Konsumgut

    Was Promis können, kannst du auch

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    DACH: Wer hierzulande offen über Cannabis spricht

    Howard Carpendale: „Lieber einen Joint als ein Glas Wein"

    Der Schlagerstar gehört zu den prominentesten deutschsprachigen Cannabis-Outings überhaupt. Im Podcast Hotel Matze bei Matze Hielscher erzählte Carpendale (mittlerweile 80) ungeniert, dass er regelmäßig kifft — und das schon seit Jahrzehnten. Seine Begründung: Alkohol vertrage er schlicht nicht mehr, ein Joint sei für ihn die deutlich gesündere Alternative für den Feierabend. Carpendale verbindet damit auch ein gesundheitliches Argument: Nach mehreren Operationen und in einer körperlich anstrengenden Tournee-Phase setzt er auf Cannabis statt Schmerzmittel oder Wein. Damit ist der Schlager-Veteran zum unwahrscheinlichen Botschafter eines entspannten, generationenübergreifenden Cannabis-Bildes geworden.

    Klaas Heufer-Umlauf: Apotheke vs. Dealer im TV-Test

    Klaas Heufer-Umlauf hat in seiner Joyn-Show Experte für alles einen Cannabis-Vergleichstest gemacht: Ware aus der Apotheke gegen Ware vom Straßendealer. Das Format zeigt, wie selbstverständlich Cannabis im Mainstream-TV angekommen ist — und wie groß der Qualitätsunterschied zwischen reguliertem und unreguliertem Markt ausfällt. Heufer-Umlauf positioniert sich nicht als Aktivist, sondern als neugieriger Reporter — gerade das macht den Beitrag wirkmächtig in der Debatte um legale Bezugswege.

    André Schürrle & Mario Götze: Vom WM-Tor zum Cannabis-Investment

    Die beiden Weltmeister von 2014 haben früh in die Berliner Sanity Group investiert — also in jenes Unternehmen, das in der Schweiz das Pilotprojekt Grashaus Projects betreibt und in Deutschland zu den führenden Medizinalcannabis-Anbietern zählt. Bereits 2020 wurde ihr Engagement publik, im Februar 2026 zählten beide zu den Profiteuren eines Rekord-Deals der Sanity Group. Schürrle erklärte sein Investment unter anderem mit dem Potenzial von Cannabinoiden für Schmerz- und Regenerationstherapien — ein Thema, mit dem viele Profisportler aus eigener Erfahrung zu tun haben.

    Wotan Wilke Möhring: „Meine Kinder können kiffen"

    Der Tatort-Star spricht seit Jahren offen über seinen entspannten Umgang mit Cannabis und gehört zu den bekanntesten Gesichtern der Entstigmatisierungsbewegung. Auf der „Golden Leaf Gala" 2024 in Köln war er gemeinsam mit Sängerin Vanessa Mai Stargast — ein Abend, der explizit Akzeptanz für Medizinalcannabis schaffen sollte. Möhring argumentiert dabei vor allem mit Aufklärung: Lieber offen reden, als Tabus pflegen.

    Sido: Vom Streetrap zum Cannabis-Talk mit Lauterbach

    Rapper Sido machte aus seinem Cannabiskonsum nie ein Geheimnis — bemerkenswert wurde es, als er 2023 mit dem damaligen Gesundheitsminister Karl Lauterbach öffentlich über Legalisierung diskutierte und scherzhaft anbot, „mal einen durchzuziehen". Dass ein Bundesminister auf die Provokation entspannt reagierte, zeigt, wie sehr sich der gesellschaftliche Diskurs verschoben hat.

    Frank Thelen: Der Investor mit der Gras-Keks-Anekdote

    Bekannt aus „Die Höhle der Löwen" hat sich Frank Thelen mehrfach öffentlich für eine Marihuana-Legalisierung ausgesprochen und auch eigene Erfahrungen mit Edibles erzählt. Aus Investorensicht argumentiert er ökonomisch: Ein regulierter Markt entzieht der Schwarzmarkt-Wirtschaft Milliarden und schafft kontrollierte Qualität.

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    International: Von Hollywood-Wellness bis Bühnenrock

    Whoopi Goldberg: Cannabis gegen Glaukom und Menstruationsschmerzen

    Die Oscarpreisträgerin ist eine der prominentesten medizinischen Cannabis-Stimmen weltweit. Goldberg leidet an einem Glaukom (Grünem Star) und hat öffentlich beschrieben, wie sehr ihr ein Vape-Pen — den sie liebevoll „Sippy" nennt — den Augeninnendruck und die Begleitschmerzen erleichtert. 2016 gründete sie zusammen mit Maya Elisabeth die Marke Whoopi & Maya, die Cannabis-Produkte speziell gegen Menstruationsbeschwerden auf den Markt brachte. Das Argument dahinter: Frauen-Schmerzen werden in der Schmerzforschung systematisch unterbewertet — Cannabis sei eine wirksame Alternative zu Ibuprofen.

    Gwyneth Paltrow: Cannabis als „Hero Ingredient" der Wellness-Welt

    Mit ihrer Lifestyle-Marke Goop hat Gwyneth Paltrow Cannabis und CBD früh in die Welt der Luxus-Wellness gehievt — mit Artikeln über Cannabis bei PMS, CBD-Tropfen im Gift Bag und einem viel beachteten Goop-Summit, der Cannabis-Produkte ins Zentrum stellte. 2020 investierte sie zudem in den Cannabis-Drink-Hersteller Cann und nannte Cannabis öffentlich eine „Hero Ingredient" der Zukunft. Mehr zu ihrer Person und ihrem Wirken auf der deutschsprachigen Fanseite gwyneth-paltrow.de.

    Morgan Freeman: Fibromyalgie nach dem Autounfall

    Seit einem schweren Autounfall 2008 leidet Morgan Freeman an einer Fibromyalgie im linken Arm. Der Schauspieler ist seither einer der lautstärksten Befürworter einer vollständigen Cannabis-Legalisierung in den USA. Sein viel zitierter Satz: „I'll eat it, drink it, smoke it, snort it" — gemeint war damit, dass er jede Konsumform ausprobiert hat, weil ihm Cannabis als einziges Mittel verlässlich gegen die chronischen Schmerzen hilft.

    Melissa Etheridge: Cannabis durch die Chemo

    Die Grammy-Gewinnerin überlebte 2004 eine Brustkrebserkrankung und erzählte in mehreren CNN-Interviews offen, wie ihr medizinisches Cannabis durch die Chemotherapie geholfen habe — gegen Übelkeit, Appetitlosigkeit und Erschöpfung. Heute ist sie eine der bekanntesten Stimmen für medizinisches Cannabis in der US-Patientenbewegung und hat eine eigene Cannabis-Linie aufgelegt.

    Woody Harrelson, Snoop Dogg, Seth Rogen: Die Cannabis-Unternehmer

    Woody Harrelson eröffnete 2022 in West Hollywood seinen eigenen Dispensary „The Woods" — ein Cannabis-Concept-Store mit Garten und Café. Snoop Dogg betreibt mit „Leafs by Snoop" eine eigene Marke und ist über seinen Fund Casa Verde Capital einer der wichtigsten Cannabis-Investoren der USA. Seth Rogen wiederum verkauft mit Houseplant eine designorientierte Cannabis-Lifestyle-Marke. Drei sehr unterschiedliche Wege — alle drei zeigen: Cannabis ist in den USA längst ein seriöses Konsumgüter-Geschäft.

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    Was diese Outings für die Debatte bedeuten

    Prominente Stimmen ersetzen keine Studien — aber sie verändern das gesellschaftliche Klima. Wenn ein 80-jähriger Schlagersänger sagt, ein Joint sei besser als ein Glas Wein, wenn Weltmeister in Cannabis-Startups investieren und wenn eine Oscarpreisträgerin offen über medizinisches Cannabis bei Glaukom spricht, verschiebt das die Wahrnehmung: weg vom Klischee des Kiffer-Studenten, hin zu einer realistischen Sicht auf Genuss, Medizin und Wirtschaft. Genau diese Normalisierung ist eine zentrale Voraussetzung dafür, dass Patienten in Deutschland sich trauen, ihre Therapie offen anzusprechen — und dass die politische Debatte sachlicher geführt wird.

    Wenn dich die medizinische Seite interessiert: In unserem Guide zu Dosierungsformen erklären wir, welche Konsumform wann sinnvoll ist. Und wer wissen will, was hierzulande aktuell rechtlich erlaubt ist, findet alle Antworten im KCanG-Guide.

    Faktencheck & Disclaimer

    Anekdoten ersetzen keine Evidenz

    Dieser Artikel dokumentiert öffentliche Aussagen von Prominenten zu ihrem Cannabis-Konsum — er ist kein medizinischer Ratgeber und keine Therapieempfehlung. Persönliche Erfahrungsberichte sind Einzelfälle und lassen sich nicht auf andere Menschen übertragen. Was bei Whoopi Goldberg gegen Glaukom-Beschwerden hilft oder Morgan Freemans Fibromyalgie-Schmerzen lindert, ist individuell — und im jeweiligen Land oft unter völlig anderen rechtlichen Rahmenbedingungen entstanden.

    Belastbare Aussagen zu Wirksamkeit, Nebenwirkungen und Dosierung von medizinischem Cannabis stammen ausschließlich aus kontrollierten klinischen Studien, Metaanalysen und Leitlinien — etwa der Cochrane Reviews, des IQWiG, der AWMF-Leitlinien oder peer-reviewter Fachzeitschriften. Auf High Space ordnen wir solche Studien laufend ein, zum Beispiel in der Charité-Studie zu CBD bei chronischen Schmerzen oder im EKOCAN-Zwischenbericht 2026.

    Auch zu beachten: Investments von Prominenten in Cannabis-Unternehmen (z. B. Sanity Group, Cann, Houseplant) sind wirtschaftliche Entscheidungen und kein Beleg für medizinischen Nutzen. Sie zeigen Marktdynamik — nicht Therapieerfolg.

    Wichtig: Wer eine Therapie mit medizinischem Cannabis erwägt, sollte das ausschließlich mit einer approbierten Ärztin oder einem Arzt besprechen — Indikation, Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und Fahrtüchtigkeit gehören in fachkundige Hände. Eine Übersicht zu seriösen Wegen findest du in unserem Bezugswege-Guide.

    Quellen

    Alle Aussagen in diesem Artikel sind durch öffentlich zugängliche Interviews, Berichte oder Unternehmensmitteilungen belegt. Externe Links wurden zuletzt am 12. Mai 2026 geprüft.

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